Ein Schweizer Maler der Moderne

Cosmos I., 1956, Öl auf Hartfaserplatte, 74,4 x 61,5 cm (R.), 65 x 60 cm (o. R

Cosmos I., 1956

Cosmos I.“ zeigt ein hoch konstruiertes, aus geometrischen Formen entwickeltes Gebilde, das im Zentrum des Bildaufbaus angeordnet ist. Die dominierenden Farben in den runden, konzentrisch wirkenden Bereichen – Rot, Orange, Gelb sowie in kleineren Segmenten Grün – erzeugen den Eindruck eines innerlich glühenden, energetischen Kerns. Dieses farbintensive Konstrukt tritt deutlich aus dem tiefblauen Hintergrund hervor, der als kontrastierende Bildfläche die Plastizität des zentralen Elements verstärkt.

Die formale und chromatische Organisation legt eine bewusste Bezugnahme auf kosmische Erscheinungen nahe: Das Bild erinnert an eine abstrahierte Sonne oder ein Sternkonstrukt, das in geometrische Strukturen übersetzt wurde. Am rechten oberen Bildrand auftauchende kleine sternchenartige Formen akzentuieren diese kosmische Lesart zusätzlich und verorten das zentrale Gebilde innerhalb eines imaginären Himmelsraums.