Das Bild zeigt Evard in der Rolle des Künstlers, mit Palette und Pinsel, konzentriert bei der Arbeit. Mit festem Blick richtet er sich dem Betrachter entgegen. In seiner beigefarbenen Malerjacke und dem blauen Halstuch wirkt er zugleich ernst und ruhig. Die Staffelei ist angeschnitten dargestellt, wodurch der Eindruck entsteht, man beobachte den Künstler mitten im Schaffensprozess.
Die Farbgebung ist kontrastreich: warme Ockertöne treffen auf Blau- und Violett Nuancen. Die Pinselstriche sind deutlich sichtbar und verleihen der Fläche eine lebendige, strukturierte Wirkung. Der Hintergrund besteht aus vertikalen Farbstreifen, die keine Tiefe schaffen, sondern den Maler in einen fast abstrakten, geistigen Raum stellen.
Inhaltlich spiegelt das Werk Evards Selbstverständnis als Künstler wider. Er zeigt sich nicht nur als Handwerker, sondern als reflektierender Schöpfer, der über seine eigene Rolle nachdenkt. Das Porträt markiert eine Übergangsphase in seinem Schaffen: Noch gegenständlich, doch in Farbauftrag und Aufbau bereits modern, weist es auf seine spätere Hinwendung zur geometrischen Abstraktion hin.