Das Werk „Baum auf gelber Wiese“ von 1917 ist überwiegend symmetrisch aufgebaut und vermittelt einen harmonischen Eindruck: Unten die leuchtend gelben Wiesen, oben der blaue Himmel und in der Mitte – quasi als Zusammentreffen von Gelb und Blau – die Reihe der grünen Bäume, von denen Evard einen einzelnen markant in den Bildmittelpunkt rückt. Immer wieder kreist sein Werk um das Motiv des Baumes, der als Sinnbild des Lebens und der ewigen Wiederkehr verstanden werden kann. In ihm offenbart sich die ganze Lebenskraft, die diesen Kreislauf in Gang hält. Über diesem Baum im Zentrum des Bildes schwebt eine auffällig mittig platzierte übergroße Wolke, hier scheint der göttliche Gedanke angesprochen zu werden. So zeugt diese Landschaftsdarstellung von Evards religiös-philosophischem Weltverständnis.