Das Gemälde zeigt eine farbintensive, heitere Szenerie, in der sich eine hügelige Wiese in lebhaften Gelb-, Grün- und Blautönen entfaltet. Kleine weiße Blüten durchziehen die Fläche und verleihen ihr eine vibrierende Leichtigkeit. Zwischen weich gesetzten Baumgruppen liegt ein kleines Haus, halb verborgen, und im Hintergrund hebt sich ein dunkler, geschlossen wirkender Waldstreifen kontrastreich von der lichten Vordergrundlandschaft ab. Der Himmel mit seinen sanften, weißen Wolken schafft eine ruhige Weite und rundet die harmonische, leicht stilisierte Darstellung ab.
Kunsthistorisch lässt sich das Werk in Evards späte Schaffensphase einordnen, in der er nach Jahrzehnten der Auseinandersetzung mit der konkreten Abstraktion erneut zur gegenständlichen Landschaft zurückkehrt. Dabei bleibt seine charakteristische Formensprache deutlich spürbar: Die Natur wird nicht naturalistisch, sondern in klar gegliederten, fast mosaikartigen Farbflächen aufgefasst, die an die konstruktiven Prinzipien seiner früheren abstrakten Arbeiten erinnern. So verbindet die Frühlingslandschaft die lyrische Stimmung einer aufblühenden Natur mit einer strukturierten, bewusst komponierten Bildordnung – ein typisches Beispiel für Evards Synthese von Abstraktion und Figuration in den 1950er- und 1960er-Jahren.