Ein Schweizer Maler der Moderne

Reich der Farbe - Seele der Kunst

André Evard (1876-1972)
zum 150. Geburtstag

12. Juni - 20. September 2026

Powerlong Art Museum

Blick in den Spiralaufgang, Hall 1, Powerlong Art Museum, Shanghai, China

Anlässlich des 150. Geburtstags des Schweizer Künstlers André Evard (1876–1972) eröffneten Lea Qin Messmer (Leiterin der Kunsthalle Messmer) und Jürgen Messmer (Stiftungsvorstan), am 12. Juni 2026 im Powerlong Art Museum in Shanghai, China die internationale Ausstellung „Reich der Farbe – Seele der Kunst“. Die Ausstellung präsentiert 172 Werke aus der Sammlung der messmer foundation und würdigt das vielfältige Schaffen des bedeutenden Schweizer Künstlers. Die Ausstellung zählt bereits jetzt zu den herausragenden und emotional besonders eindrucksvollen Präsentationen seit der Eröffnung des Powerlong Art Museums.

Zu den unzähligen Gästen zählten auch Dr. Norbert Riedel (deutscher Generalkonsulin Shanghai), Gregor Fritsche (Stellvertretender Generalkonsul des Schweizer Konsulats in Shanghai) sowie Peter Weiß (Ex-Bundestagabgeordneter und Sozialwahl-Beauftragter).

In der Ausstellung die bis zum 20.09.2026 präsentiert wird, werden Ölgemälde, Aquarelle, Gouachen, des Künstlers aus seinen vier zentralen Werkgruppen: Jugendstil, Stillleben, Landschaft und Abstraktion präsentiert. Erstmals öffnet der Unternehmer, Sammler und Gründer des Powerlong Art Museums, Xu Jinkang, den sonst ausschließlich seiner eigenen privat Sammlung vorbehaltenen Spiralgang für eine Gastausstellung. Damit stellt die Präsentation von André Evards Werken auch für das Powerlong Art Museum eine besondere Premiere dar.

V.l.n.r.: Lea Qin Messmer (Leiterin Kunsthalle Messmer), Jürgen Messmer (Stifter messmer foundation), Xu Jinkang, (Unternehmer, Sammler, Gründer), Wendy Jinkang (Direktorin des Powerlong Art Museums).

Zur Ausstellungseröffnung überreichten Lea Qin Messmer und Jürgen Messmer dem Unternehmer, Sammler und Gründer des Museums, Xu Jinkang, sowie seiner Tochter Wendy Jinkang (Direktorin des Powerlong Art Museums), ein bedeutendes Werk aus der André-Evard-Sammlung. Das Gemälde „Kirche vor dunklem Grund“ (1925) wurde von Xu Jinkang persönlich für die Sammlung des Museums ausgewählt und wird auch nach Ende der Ausstellung dauerhaft in China verbleiben.

Kinderführung unter 6 Jahre mit Lea Qin Messmer durch die André Evard Ausstellung, Shanghai, China

Die Ausstellung in Shanghai versteht sich als kulturelle Brücke zwischen Deutschland und China. Das Foto von Lea Qin Messmer bei einer Kinderführung steht symbolisch für die nächste Generation und die Zukunft dieses Dialogs. Neben den Werken von André Evard vermittelt die Ausstellung Kunstgeschichte auf lebendige und zugängliche Weise – insbesondere für junge Besucherinnen und Besucher. Bereits in den ersten Ausstellungstagen zeigte sich die unmittelbare Wirkung der farbintensiven Werke: Kinder und Schulklassen blieben fasziniert vor den Gemälden stehen und ließen sichganz ohne kunsthistorisches Vorwissen von der Ausdruckskraft der Farben und Formen begeistern. Die Ausstellung verdeutlicht damit eindrucksvoll, dass Evards Kunst generationenübergreifend berührt und einen intuitiven Zugang zur abstrakten Kunst eröffnet. So entsteht ein Ort der Begegnung, des Lernens und des interkulturellen Austauschs, der Menschen über Grenzen hinweg verbindet.

Bereits in den ersten Wochen verzeichnete die Ausstellung mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland und stieß damit auf eine außergewöhnlich große internationale Resonanz. Die feierliche Eröffnung wurde nicht nur von hochrangigen politischen Vertreterinnen und Vertretern begleitet, sondern auch von zahlreichen internationalen Medienproduktionen sowie Pressevertreterinnen und Pressevertretern aus aller Welt aufmerksam verfolgt.

Jürgen Messmer mit Gregor Fritsche (Stellvertretender Generalkonsul, Schweizer Konsulat in Shanghai) beim ge- meinsamen Rundgang durch die Ausstellung
Jürgen Messmer (Stiftungsvorstand), Lea Qin Messmer (Leiterin Kunsthalle Messmer), Lu (Geschäftsführerin des Powerlong Art Museum), Dr. Norbert Riedel (Generalkonsul Deutsches Konsulat in Shanghai) mit Frau und Peter Weiß (Ex-Bundestagabgeordneter und Sozialwahl-Beauftragter)

Powerlong Art Museum, Shanghai, China

Mit einer beeindruckenden Gesamtfläche von ca. 23.000 m² auf 11 Ausstellungsräume aufgeteilt, hat sich das Powerlong Art Museum in Shanghai seit seiner Eröffnung im Jahr 2017 als eine der dynamischsten Kulturinstitutionen Chinas etabliert. Gegründet von Xu Jiankang mit der Vision, traditionelle chinesische Kultur zu fördern und zugleich der zeitgenössischen Kunst neue Impulse zu verleihen, vereint das Museum auf einzigartige Weise Vergangenheit und Gegenwart. Als gemeinnütziges Privatmuseum setzt das Powerlong Art Museum auf hochkarätige Ausstellungen, internationale Kooperationen und ein vielfältiges Bildungsprogramm, das Kunst einem breiten Publikum zugänglich macht. Großzügige, modern ausgestat- tete Ausstellungshallen sowie eine eindrucksvolle Architektur schaffen dabei ein immersives Kunsterlebnis auf internationalem Niveau.

Mit seiner klaren Ausrichtung auf kulturellen Austausch und künstlerische Innovation positioniert sich das Museum als bedeutende Plattform für den Dialog zwischen chinesischer und internationaler Kunstszene – und als ein zentraler Impulsgeber für die Zukunft der Kunst im 21. Jahrhundert.

Besuchen Sie die Website: http://www.powerlongmuseum.com/index.html?l=en-us

Messmer Foundation, Riegel am Kaiserstuhl, seit 2005

Die messmer foundation wurde 2005 von dem ehemaligen Unternehmer und Kunstsammler Jürgen Messmer gegrün det. Sie ist Trägerin der kunsthalle messmer, die im Juni 2009 eröffnet wurde und seitdem als bedeutender Ort für Kunstvermittlung und kulturelle Begegnung fungiert.

Die kunsthalle messmer besticht durch ihre prominente Lage im Dreiländereck und zieht internationale Besucherinnen und Besucher aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland an. Jährlich besuchen mehr als 60.000 Menschen die Kunsthalle, die bis zu drei hochkarätigen Ausstellungen im Bereich der Klassischen Moderne sowie der zeitgenössischen Kunst präsentiert. Gezeigt werden Werke aus der eigenen Sammlung sowie Leihgaben aus internationalen Privat- und Museumssammlungen.

Seit ihrer Eröffnung hat die kunsthalle messmer mehr als 53 bahnbrechende Ausstellungen realisiert, unter anderem zu Picasso, Miró, Dalí, Le Corbusier, Warhol sowie zuletzt Chagall, Niki de Saint Phalle, Le Corbusier, Hermann Hesse usw.

Ein zentraler Bestandteil der messmer foundation Sammlung und des Engagements von Jürgen Messmer zählt das Werk des Schweizer Künstlers André Evard (1876-1972). Er begründete die konkret-konstruktive Stillrichtung der Schweiz. Messmers Verbindung zu Evard begann 1974, als er durch einen großen bedeutenden amerikanischen Sammler auf ihn aufmerksam wurde. Durch Recherchen, auch vor Ort in La Chaux-de-Fonds, vertiefte sich seine Begeisterung für dessen vielseitiges Werk.

Die Sammlung in der messmer foundation zählt somit zu den umfangreichsten Sammlungen weltweit die Werke des Künstlers verwaltet, konserviert und in internationalen Ausstellungen präsentiert.

Wer ist André Evard?

André Evard (*1876 in La Chaux-de-Fonds, Schweiz, geboren und 1972 in Le Locle, Schweiz, gestorben) war seiner Zeit weit voraus – er war ein früher Wegbereiter der Abstraktion, als andere noch an der Figur festhielten. Aus dem Jugendstil kommend, entwickelte er während seiner künstlerischen Schaffensphase eine eigenständigekonstruktive Bildsprache und schuf ein beeindruckendes Œuvre aus dem mehr als tausend Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle hervor gegangen sind. Er studierte an der École d’Art in La Chaux-de-Fonds und besuchte Kurse bei Charles L’Eplattenier, einem ehemaligen Schüler von Ferdinand Hodler. Im Umfeld der Avantgarde, mit Kontakten zu Größen wie Le Corbusier, Theo van Doesburg arbeitete Evard kompromisslos zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Letzterer versuchte vergeblich Evard zur Mitarbeit in der niederländischen Künstler- und Designgruppe „De-Stijl“ zu gewinnen. Evards abstrakten, kubistischen und konstruktiven Arbeiten, die in den Pariser Jahren entstanden, waren im Salon des Indépendents und im Salon d’Automne zu sehen. 1937 trat Evard als Mitglied Nr. 10, der damals neu gegründeten Künstlergruppe Allianz (der Vereinigung moderner Schweizer Künstler, gegründet von Richard Paul Lohse und Leo Leuppi) bei.

Evard malte nie entwederoder, sondern immer beides zugleich: gegenständliche Bilder, die durch ihre intensive Farbigkeit bestechen und radikale Abstraktion in aus gewogener Harmonie. Seine Sonnenaufgänge verdichten Natur und Landschaft zu expressiven Farbflächen, in denen Licht, Himmel und Formen bereits ins Abstrakte übergehen. Auch die romantischen Landschaften und die abstrahierte Rosenserie folgen dieser Bewegung von Motiv, Farbe und Auflösung.

Genau dieses Sonnenaufgangbild, welches im Powerlong Art Museum gezeigt wird, bündelt diese Haltung exemplarisch:

André Evard, Sonnenglühen, 1960, Öl auf Karton, 26,5x40,5cm

Warum haben wir das Powerlong Art Museum ausgewählt?

Einführung in die Ausstellung „Reich der Farbe – Seele der Kunst“ in Hall 1, Powerlong Art Museum, Shanghai, China

Zum 150. Geburtstag von André Evard werden in der Ausstellung „Reich der Farbe – Seele der Kunst“ (12.06.26 – 20.09.26 im Powerlong Art Museum, Shanghai, China) insgesamt 172 Werke des Künstlers in vier zentralen Werkgruppen präsentiert: Jugendstil, Stillleben, Landschaft und Abstraktion.

Ende des spiralförmigen Rundgangs in Hall 1, Powerlong Art Museum, Shanghai, China

Die Ausstellung im Powerlong Museum macht dieses Spannungsfeld räumlich erfahrbar. Der Spiralaufgang, ähnlich wie im Guggenheim, New York, wird zum Konzept: Beim Aufstieg erleben Besucher eine Simultanschau. Über den offenen Lichthof hinweg stehen sich Werke gegenüber – Landschaft trifft auf Geometrie, Stillleben auf konstruktive Komposition. Nicht nacheinander, sondern gleichzeitig.

André Evard in Hall 1, Powerlong Art Museum, Shanghai, China

Zum Auftakt: Evards Jugendstil als Fundament. Im Aufstieg folgen gegenständliche und abstrakte Werkgruppen wie klassische Stillleben und expressive Landschaften, die Hängung wird offener, der Blick freier. Gezielt gesetzte Sichtachsen verbinden die Ebenen – ein stiller Dialog der Bilder entsteht. Ganz oben in der Spirale findet der Abschnitt Abstraktion seinen Abschluss in der abstrakten Rosenserie, die den Höhepunkt der Ausstellung bildet. Der Rundgang endet mit den Schlüsselwerken, die für die Werkgruppen exemplarisch die Ausstellung beenden.

Rundgang in Hall 1, Powerlong Art Museum, Shanghai, China

Reich der Farbe, Seele der Kunst im Powerlong Art Museum, Shanghai, China (12.06.26 – 20.09.26) spannt eine eindrucksvolle Brücke zwischen Europa und China und eröffnet zugleich einen besonderen pädagogischen Zugang zur westlichen Bildsprache durch die Werke von André Evard. 

Nach ihrer Präsentation in Shanghai kehren die 172 Werke für die große Jubiläumsausstellung vom 17. Oktober 2026 bis 18. April 2027 in die Kunsthalle Messmer zurück. Dort treten sie in einen spannenden Dialog mit Arbeiten bedeutender Künstlerpersönlichkeiten wie Paul Klee, Willi Baumeister und Max Ackermann und führen die Würdigung André Evards in einen erweiterten kunsthistorischen Kontext fort.

Wer die Ausstellung im Powerlong Art Museum in Shanghai bis zum 20. September 2026 nicht besuchen kann, erhält ab dem 17. Oktober 2026 in der Kunsthalle Messmer die besondere Gelegenheit, diese außergewöhnliche künstlerische Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und internationalen Kulturräumen selbst zu erleben.

Weitere Fotos finden Sie unter folgenden Link:

https://www.dropbox.com/scl/fo/x0kmluxjcn8et8hroixma/AIxwEIU-tmvN4EIB2xx11AQ?rlkey=rsia6xf6sozwqfizk0f7gni71&st=vl5fxka8&dl=0

Ausstrahlung auf CCTV und CGTN

Eward 40s – Kurzfassung