Das Bild zeigt eine nächtliche Szenerie, die von einer großen orangeglühenden Mondscheibe dominiert wird. Der Mond erhebt sich hinter einer dunklen, Silhouetten haften Vegetation, deren schemenhafte Baumformen und Büsche sich kontrastreich vor dem leuchtenden Himmelskörper abzeichnen. Im Vordergrund erkennt man eine dichte, in dunklen Grüntönen gehaltene Vegetation, aus der einzelne Lichtpunkte hervorblitzen, die an reflektierende Tautropfen oder glühende Blumen erinnern. Der warme, orangefarbene Mond bildet das Zentrum der Komposition und verleiht der gesamten Szene eine fast symbolistische Ausstrahlung.
Das Werk steht exemplarisch für die frühe Phase von André Evard (1876-1972), in der sich der Künstler noch zwischen Jugendstil, Symbolismus und beginnender Abstraktion bewegte. Sie verbindet eine dekorative, ornamental-flächige Auffassung der Natur mit einer atmosphärischen, fast mystischen Lichtstimmung.