Aus einem Geflecht von horizontalen und vertikalen Linien in Blau-, Weiß- und Brauntönen wurde die hier dargestellte Berglandschaft mit einem expressiven, schnellen Duktus auf die Leinwand gebannt. Durch diese geschickte Pinselführung des Künstlers André Evard erhält das bildfüllende Gestein zudem Furchen und Kanten, die durch die untergehende Sonne und ihrer Reflektion im weißen Schnee zusätzlich betont werden. Es handelt sich bei diesem Sujet um ein von André Evard bevorzugtes Bildmotiv: um das Jungfrau-Massiv von der Gemeinde Lauterbrunnen ausgesehen. An diesem Werk lässt sich der Einfluss Ferdinand Hodlers und Evards Lehrer Charles L´Eplattenier ablesen, erhält aber durch die intensiven Farbkontraste eine Dramatik, die für den Schweizer Künstler ganz charakteristisch ist und unabhängig zu den Vorbildern betrachtet werden sollte.