In dieser Arbeit zeigt Evard eine verschneite Landschaft mit violetten Jurahügeln und rosa schimmerndem Schnee. Hierbei wendet er eine kunsthistorisch weit zurückgreifende Maltechnik in seiner Darstellung von Ferne an: die Verblauung. Dies ist ein Fachbegriff, der den Effekt beschreibt, dass entfernte Objekte in einem Bild bläulich erscheinen, um Räumlichkeit zu erzeugen. Hierbei agiert Evard abstrakt, da er nicht klassisch die Farbe Blau dafür verwendet, sondern in einer violetten Farbskala arbeitet.
Entstanden in La Chaux de Fonds, reflektiert das Werk die Übergangsphase seines Schaffens zwischen dem Jugendstil-Einfluss seines Lehrers Charles L’Eplattenier (1874-1946) und den ersten Ansätzen seiner späteren abstrakten Bildsprache. Die subtile Farbwahl und die rhythmische Komposition verweisen bereits auf Evards Interesse an Farbharmonie und formaler Reduktion.